Sozialhilfestatistik 2014: Stabile Quote, steigende Bezugsdauer

Im Jahr 2014 bezogen 3,2 Prozent der Schweizer Wohnbevölkerung Sozialhilfeleistungen. Damit bleibt die Sozialhilfequote gegenüber dem Vorjahr unverändert, während die Fallzahlen leicht gestiegen sind (+1,9%).

Die seit längerem zu beobachtende Zunahme bei Einpersonenfällen und bei älteren Sozialhilfebeziehenden setzt sich fort. Auch der Anteil von Langezeitfällen nimmt weiter zu: Seit 2008 ist die mittlere Bezugsdauer um vier Monate gestiegen. Rund die Hälfte aller Sozialhilfebeziehenden kann sich innert zwei Jahren wieder von der Sozialhilfe lösen, die andere Hälfte ist jedoch mehr als zwei Jahre auf Unterstützung angewiesen.

Um den Langzeitbezug reduzieren zu können, erachtet die SKOS Massnahmen in den Bereichen Bildungsförderung und Arbeitsintegration als dringend. Insbesondere braucht es spezifische Massnahmen für Personen im fortgeschrittenen Erwerbsalter sowie für Flüchtlinge und vorläufig Aufgenommene.